Interview

 

Wie bringt man einen VR Seat Buck zum Laufen?

 

Die DEDITEC GmbH hat im Auftrag der CALIDAT DS GmbH eine Steuerung für einen VR Seat Buck entwickelt. Im Interview erklärt Dipl. Ing. Jürgen Siebert, Geschäftsführer der DEDITEC GmbH, wie das neueste Kundenprojekt umgesetzt wurde.

 

 

Herr Siebert, die Steuerung für einen VR Seat Buck entwickelt man nicht mal eben nebenbei. Hat das nicht viel Zeit in Anspruch genommen?

Nein, über Nacht geht so etwas natürlich nicht. Aber wir verfügen glücklicherweise bereits über viele hochentwickelte Serienprodukte, die sich für alle erdenklichen Anwendungen adaptieren lassen. Für CALIDAT konnten wir auf digitale I/O-Module unserer NET-Serie zurückgreifen. Ziel war es, mehrere elektromechanische Hubsäulen und CAN-Bus gesteuerte Linear-Antriebe mittels eines von Windows unterstützten User Interfaces anzusteuern und in Position zu bringen.

Können Sie das etwas erläutern?

 

Durch das Einlesen spezifischer Setup-Daten können jetzt verschiedene Fahrzeug-Modelle vom Seat Buck physisch dargestellt werden.

 

Was heißt das?

 

Mit den Setup-Daten werden zum Beispiel die Höhe und die Breite des Seat Bucks angepasst, die Sitzposition inklusive Fahrzeugsitzstellungen, die Einstellungen der Lenkradsäule oder die Höhe und die Breite der Armlehnen.

 

Das klingt nach einer komplexen Herausforderung.

 

Das war es auch. Um alle Komponenten der Anlage optimal vereinen zu können, haben wir eigene Leiterplatten mit entsprechender Anschlusstechnik entwickelt und miteinander verbunden. Die Installation der Steuerung und der Spannungsversorgung erfolgte dann in zwei separaten 19″-Rahmen.
Und das führt mich noch einmal zurück zu Ihrer ersten Frage: Insbesondere die komplette Neuentwicklung spezieller Leiterplatten und Montage-Platinen, die die unkomplizierte und sichere Zerlegbarkeit der Anlage gewährleisten, war nur dank des großartigen Miteinanders des eingespielten DEDITEC-Teams fristgerecht möglich. Zeitweise arbeiteten bis zu vier Mitarbeiter an der Anlage. Hier ging alles Hand in Hand – und trotz der strengen Corona-bedingten Hygienemaßnahmen – die die Arbeit nicht gerade erleichtern – reibungslos. Ein großes Kompliment an alle. Denn dadurch konnten wir das Projekt am Ende pünktlich an CALIDAT übergeben.

 

Was gehörte im Rahmen des Seat-Buck-Projektes sonst noch zu ihrem Verantwortungsbereich?

 

DEDITEC hat sich darüber hinaus um sämtliche Verdrahtungsarbeiten vor Ort gekümmert und die Fertigung aller notwendigen Kabelbäume umgesetzt. Man könnte sagen: Wir haben dem Seat Buck seine Blutgefäße und Nervenbahnen gegeben (lacht).

 

Das ist ein schönes Bild. Herr Siebert, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

 

Ich danke Ihnen.

 

Mehr Informationen zum Seat-Buck-Projekt unter:
https://www.calidat.com/de/calidatds2020/